02.05.18 Mexico City (1)

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Für vier Nächte haben wir uns via Airbnb ein Zimmer im Zentrum der mit Abstand größten Stadt Mexikos gebucht, dieses Zimmer war ein wahrer Glücksgriff, mit inbegriffen ist nämlich der Besitzer; Diego. Diego ist Ende 20, Journalist, wurde gerade entlassen, weil seine Firma ihn nicht mehr bezahlen konnte und hat nun beschlossen endgültig Musiker zu werden. Diese fünf Tage in Mexico City hat er seine ganze freie Zeit uns gewidmet, das Ergebnis waren Sightseeingtouren mit persönlichem Guide, gute mexikanische Live-Musik, unheimlich viel Bier, Tequila, Bars, sowie zahlreiche Uber-Fahrten. Diego ist inzwischen VIP-Kunde bei Uber und anders als in Deutschland, wo das Unternehmen weggeklagt wurde funktioniert das System hier ausgezeichnet, nicht nur dass es günstiger als die Taxis ist, können die Fahrer keine umständlichen Umwege fahren um mehr Geld zu verdienen, wie das einige der hiesigen Taxi-Fahrer öfters probieren, weil die App den Weg vorher genau berechnet. Sicherer ist es obendrein auch noch.

So haben wir den Palast von Chepoztlan besichtigt, in Tepoztlan unsere erste Pyramide erklommen, sind durch die Parks dieser 20-Millionen-Einwohner-Metropole geschlendert und das Viertel Coyoacan besucht. Die einstöckigen alten, bunten Gebäude verbreiten ein gemütliches Flair, dort befindet sich unter anderem das berühmte Haus der Künstlerin Frida Kahlo. Leider mussten wir auch feststellen wie groß der Hype um Frida Kahlo gerade ist; überteuerte Eintrittspreise, lange Touristenschlangen und Reisegruppen wirken sehr abschreckend. Dennoch war es eine schöne Ausstellung von Bildern des Künstlerehepaars Kahlo-Rivera, sowie zur mexikanischen Folkloretracht. Zurück zur mexikanischen „Schanze“, dem Viertel Roma Norte, wo sich Diegos Wohnung befindet haben wir auch die endgültige bad-traffic-situation erlebt. Breite Straßen übervoll mit Autos, bei Rot mitten auf der Kreuzung haltende Autos, sodass die Straßenüberquerung unmöglich wird und zahlreiche Polizisten, die Trillerpfeifen pustend versuchen die Autofahrer richtig einzuweisen. Wir haben das Auto hier nicht benutzt, da es ohnehin schon Einschränkungen und Fahrverbote für Einheimische gibt, gibt es sie für Touristen erst recht, wegen der oft versmogten Luft in der Stadt. Ansonsten ist das Klima in Mexico City, dank der Höhe sehr angenehm, abends regnet es ab und zu aber tagsüber sind es meist angenehme 25 Grad.
Auf dem Weg durch die Stadt sieht man immer wieder kaputte Gebäude von dem letzten schlimmen Erdbeben im September 2017, auch an neuen Gebäuden gibt es teilweise Schäden. Laut Diego liegt das daran, dass auch Baugenehmigungen ihren Weg schneller durch das korrupte System finden.
Wir werden für drei Tage Mexico Citys Umgebung bereisen, um dann nochmal bei Diego zu wohnen und Sonntag eines seiner Konzerte besuchen. Mexico City ist in 5 Tagen nicht einmal annähernd komplett zu erfassen.

Ihr könnt euch übrigens auch Diegos Musik auf Spotify anhören, er heißt „Diego Tapia“ seine mit Gitarre begleiteten Songs sorgen auf jeden Fall für eine entspannte Stimmung. Einfach den Link anklicken 🙂

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Auf dem Weg nach Mexico City haben wir an diesem Fluss übernachtet, er ist etwa 27°C warm, gespeist wird er von einigen Thermalquellen. Darin zu baden hat etwas von der heimischen Badewanne, vor allem weil das Wasser meistens wärmer ist als die Außentemperatur.

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Diegos gemütliche Wohnung im Stadtteil Roma Norte, Mexico City.

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Wir haben einen Ausflug nach Tepoztlán unternommen, Diegos Geburtsort. Die schöne Stadt liegt nur etwa 1h von Mexico City entfernt und liegt zu Füßen eines Berges mit einer Pyramide darauf. Um dort heraufzusteigen muss ein einstündiger Fußmarsch über sehr steile Treppenstufen unternommen werden, die Aussicht lohnt jedoch.

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Mexico City verfügt über eine riesige Grünfläche mitten in der Innenstadt. Diese ist deutlich größer als z.B. der Central Park in NYC.

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Championsleague Viertelfinale….

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„Diego“ Rivera und Marie als Frida Kahlo

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Artikel verfasst von Marie.