Day to Day Life USA

Einkaufen

Bis wir raus hatten wie man in Amerika am besten einkauft hat es auch eine Weile gedauert. Die einzelnen Supermärkte unterscheiden sich nämlich sehr vom Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Erstes würde ich jedem empfehlen unbedingt VOR Besuch eines Nationalparks einkaufen zu gehen, denn selbstverständlich sind die Supermärte kurz vor und in den Nationalparks völlig überteuert und bieten auch nur eine kleine Produktauswahl.

Für uns hat es sich tatsächlich am rentabelsten erwiesen bei Walmart die Lebensmittel zu besorgen. Das klingt vielleicht nicht gerade verlockend, aber auch dort gibt es Bio-Produkte, und man hat die größte und günstigste Auswahl. Ein Vorteil von Walmart ist allerdings, dass es weit mehr als nur Lebensmittel gibt, vor allem verschiedene Campingartikel werden sehr preiswert angeboten.

Wer Walmart nicht unterstützen möchte und wem es eher um ein Einkaufserlebnis geht, dem kann ich definitiv Trader Joe`s empfehlen. In Deutschland ist das zwar nur eine Aldi-Marke, hier ist es jedoch ein eigener Supermarkt, der hauptsächlich Bio-Produkte verkauft, die alle individuell gestaltete Verpackungen haben und an Holzkassen kassiert werden.

Hilfreich ist außerdem, dass in Amerika die wenigsten Supermärkte am Sonntag geschlossen bleiben.

Campingplätze

Die USA sind eine Campernation, das bemerkt man schon auf den Straßen, wenn man teilweise unfassbar großen Wohnmobilen und Wohnanhängern begegnet. Die Idee von einem „mobilen Zuhause“ ist hier sehr präsent, es ist durchaus üblich, dass Menschen Monate oder sogar Jahre in ihren Motorhomes verbringen. Campingplätze gibt es deshalb zumeist genügend in und auch außerhalb von den Nationalparks, sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Ausstattung.  Manche Plätze haben Sanitäranlagen, Strom, Dumpstations für RVs, TV Antennenanschluss und Pool (Full Hook up), oder eben nur Komposttoiletten und eine grüne Wiese als Platz. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Preise: von 10-20$ bei den günstigsten, bis hin zu 35-70$ bei den Full Hook up Plätzen.

Die Campgrounds sind fast immer sehr großzügig angelegt mit einer Feuerstelle, einem   Grill und einer Bank mit Tisch. Meistens sind es aber die kleinen Plätze, ein paar Meilen von den größeren Straßen entfernt, die uns richtig gut gefallen haben.

Informationen über Lage, Anfahrt, Ausstatung und Kosten kann man in Nationalparks am besten in den Visitor Centern bekommen, ansonsten gibt es bei iOverlander, Google Maps oder Navigationsgeräten (z.B. Garmin) genug Möglichkeiten.

Tankstellen

Tanken macht Spaß in den USA, jedenfalls wenn man aus Europa kommt und das System dort verstanden hat. Der Spritpreis liegt deutlich unter dem europäischen Niveau und wird in Gallonen gemessen (3,78l).  Die meisten Tankstellen verfügen über Automaten an den Zapfsäulen, sodass mit Kreditkarte getankt werden kann. Wer bar bezahlen möchte geht als erstes in den Shop und gibt dem Tankwart das Geld, für das getankt werden soll. Dann geht man wieder zum Auto und tankt, wenn der Tank voll ist, oder das Geld aufgebraucht ist geht man zurück in den Shop und bekommt Restgeld zurück, sowie eine Quittung. Es gibt drei verschiedene Benzinsorten mit unterschiedlichen Oktanzahlen, wir haben immer „regular“ bzw. „unleaded“ getankt. Im Bundestaat Oregon muss man meistens nicht selber tanken, sondern bleibt im Auto sitzen, bis ein Angestellter raus kommt und übernimmt.

Bevor man in die Nationalparks fährt sollte man unbedingt auftanken, da die Spritpreise sonst explosionsartig steigen. Vor allem im Death Valley ist ein voller Tank sehr wichtig, es gibt dort nur eine Tankstelle die auch mal „Out of Gas“ sein kann, außerdem sind die Straßen dort sehr steil, was in Kombination mit der Klimaanlage den Spritverbrauch ansteigen lässt.

Straßen

Das Straßennetz ist vor allem in den Städten an der Westküste massiv ausgebaut, gerade in Los Angeles sind die Freeways teilweise achtspurig (pro Fahrtrichtung!). Dafür ist die Reisegeschwindigkeit aber auch deutlich geringer als in Europa, zumeist liegt das Speed Limit bei 65 mph (etwa 104 km/h). In vielen Städten gibt es Carpool Lanes, diese sind meistens ganz auf der linken Freewayseite, dort darf man nur fahren, wenn man mit mehreren Personen im Auto sitzt oder ein Elektroauto besitzt. Man kann nur davon abraten zu Hauptverkehrszeiten durch die großen Städte zu fahren, lange Staus und zäh fließender Verkehr sind der Normalfall. Ansonsten ist das Straßensystem gut ausgebaut.