Der Norden von Mexiko

Der Norden von Mexiko

Nach dem Grenzübertritt aus Arizona/USA ändert sich nicht besonders viel. Weiterhin fährt man durch endlose Wüste, es ist sehr heiß. Dann sind wir in Richtung des Gran Desierto de Altar Nationalpark abgebogen, der von der MEX2 nicht mal ausgeschildert ist und nach ein paar KM ändert sich alles. Durch uralte Vulkane ist der Sand schwarz und es ergeben sich unfassbare Landschaften. Wenn man auf das offizielle Gebiet des NP trifft, ist alles perfekt ausgeschildert, alle paar Minuten kann man an einem Viewpoint halten, die Schilder sind sogar auch auf Englisch. Es gibt viele Wanderrouten, wir sind von unserem Campground aus auf einen Berg gestiegen und haben von dort die gesamte Gegend mit vielen Vulkanen überblicken können. Man kann insgesamt auf 80km DirtRoad den Park erkunden.

Wie man unten auf der gefahrenen Route sehen kann, folgte eine nicht ganz geplante Gewalttour durch die Wüste und schließlich ins Gebirge. Es gibt zwischen dem o.g. NP und dem Gebirge einfach keine Attraktionen, unser einziges nennenswertes Ziel war der höchste, dauerhaft wasserführende Wasserfall Mexikos, im Parque Nacional Cascada de Basaseachi. Auf dem Weg dahin kann man in Hermosillo gut einkaufen, dort gibt es einen Supermarkt der so riesig ist, dass selbst manche Walmart Supercenter in den USA klein erscheinen, die anderen Städte die man durchfährt sind nicht besonders empfehlenswert. Von Hermosillo geht die MEX 16 in Richtung Chihuahua ab, die auch Route de la Sierra genannt wird. Und das ist sie auch, es geht steil bergauf und bergab, um scharfe Kurven und Schlaglöcher. Die Schnittgeschwindigkeit sinkt auf etwa 40-45km/h, somit ziehen sich die Kilometer. Doch im Park angekommen wird es dann schön, auf der Höhe ist man umgeben von Pinienwäldern, die Luft ist angenehm kühl und die Nächte verdammt kalt.

Wir haben den Abstieg in den Canyon gewagt und es war bildschön: der Wasserfall führt zwar in der Trockenzeit nur wenig Wasser, trotzdem ist er gigantisch. Die Wanderwege sind sehr aufwendig angelegt und bieten tolle Ausblicke. Unten kann man in dem sehr kalten Wasserbecken des Wasserfalls ein paar Schwimmzüge wagen und sich dann in der Sonne entspannen. Unverständnis kam nur bei uns auf, als wir selbst in Naturschutzgebieten auf teilweise vermüllte Wege stießen, trotz genügend Entsorgungsmöglichkeiten.

Als nächstes haben wir uns dann auf den Weg nach Creel gemacht, ein Ort der als Ausgangspunkt für viele (teure) Aktionen in der Umgebung steht. Ein Abenteuerpark mit Seilbahnen über Canyons und die Fahrt mit dem Zug durch den viel erwähnten Kupfercanyon sind für unser schmales Budget leider nicht drin. Auf uns warten wieder ein oder zwei lange Autotage durch die Wüste und Gebirge nach Durango. Zwischen Creel und Durango gibt es nichts zu sehen, und die Infrastruktur ist dünn.

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Wer hier ganz genau hinschaut, sieht unsern Truck mit Dachzelt auf dem „Campingplatz“ am Fuß des Bergs….

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….hier dann aber klar und deutlich zu sehen 😉

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Die Kakteen öffnen ihre Knospen nur in den frühen Morgenstunden, um so den Wasserverlust zu minimieren. In der Nacht wird es im April noch angenehm kühl, während es am Tag schon sehr heiß wird.

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Ich weiß auch nicht, warum ich immer in der Hängematte fotografiert werden muss; allerdings scheint dieser Platz auch genau dafür geschaffen.

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Der Wasserfall führt in der Trockenzeit nur sehr wenig Wasser, ist aber trotzdem eindrucksvoll. Das Wasser, wie schon gesagt, seeeeeeeeehr kalt.

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Bei dem sehr steilen Abstieg in den Canyon sind uns sehr viele dieser kleinen Freunde begegnet, allerdings nicht so leicht vor die Linse zu bekommen.

Overlook

Hier noch mal ein (fast) aktueller Stand unserer gefahrenen Route, mit unseren Übernachtungsplätzen, natürlich auch genauer beschrieben in „Übernachtungen“.

Artikel verfasst von: Einar