Praktische Information

Das Reisen auf der Baja-Halbinsel ist einfach und günstig. Auch wenn der Spritpreis in den letzten Jahren deutlich angezogen hat, ist er für Europäer immer noch günstig (~0,75€/l) damit jedoch teurer als in den USA. Die Tankstelleninfrastruktur ist ausreichend, sobald man aus den größeren Städten herausfährt ist man auf die staatliche Kette PEMEX angewiesen. Trotzdem gibt es einige „Fuel Gaps“ wo es dann für 240km keine Tankstelle gibt – wir haben immer nach Tankstellen Ausschau gehalten, wenn der Tank noch halb voll war. Wir hatten es zweimal in drei Wochen, das auch große Tankstellen keinen Sprit mehr hatten.

Auch die Versorgung mit Lebensmitteln ist ausreichend, man kann aber viel Geld sparen, wenn man in den größeren Städten für längere Zeit einkaufen geht. Die kleinen Läden, die es Überall gibt sind oft teurer und haben keine große Auswahl. Geldautomaten gibt es genügend, unsere VISA Card funktionierte überall tadellos, die Automaten stehen oft in größeren Supermärkten. Es ist immer gut etwas mehr Bargeld dabeizuhaben, die meisten Tankstellen aktzeptieren nämlich keine Karten. Wenn man mal keine Pesos mehr haben sollte, kann man auch oft mit US$ bezahlen. Wir haben so oft es ging unsere Karten benutzt.

Die Straßen sind vor allem im Baja California Sur in einem guten Zustand, trotzdem laufen oft Kühe und Pferde frei herum, sodass man nicht zu schnell fahren sollte. Die Geschwindigkeit ist meistens auf 80km/h beschränkt, jedoch fährt die große Mehrheit deutlich schneller. Nebenstraßen sind oft nur noch geschottert, wobei es dort auch große Unterschiede gibt zwischen gut geschotterten Straßen, auf denen man auch 60km/h fahren kann und Pisten, wo 20km/h schon zu viel sein können. Straßen ab von der Mex1 sind oft die ersten 20km asphaltiert und enden dann in einer üblen Schotterpiste, wie z.B. bei Agua Verde.

Campingplätze sind reichlich vorhanden, aber vor allem kann man auf Baja exzellent Wildcampen, es gibt hunderte Strände an denen man entweder komplett alleine oder mit ein paar anderen netten Campern stehen kann. Ob nun direkt am Strand oder in den Bergen, etwas abseits von Straßen und DirtRoads durchs Hinterland, es gibt überall tolle und einzigartige Übernachtungsplätze. Die Campingplätze sind oft von großen Wohnmobilen bevölkert, allerdings gibt es auch einige schöne, mit viel Liebe angelegte Stellplätze. Wer mal nichts findet, kann auf den Parkplätzen von Pemex oder Supermärkten übernachten. Wir haben einmal einfach in einem Café nachgefragt und durften auf einem schönen Hinterhof die Nacht über bleiben.

Entlang der Straße Mex1 begegnen einem zwangsläufig Militärkontrollen. An fest eingerichteten Checkpoints muss jeder Wagen anhalten und wird nach Ziel und Start der Fahrt gefragt, in den meisten Fällen wurde unser Truck auch oberflächlich kontrolliert. Es wird gezielt nach Waffen und Drogen gesucht. Die Soldaten waren superfreundlich, sehr interessiert an unserem Auto und haben sich immer gefreut, sich mit Marie auf Spanisch unterhalten zu können. Somit waren diese Kontrollen nie ein Problem für uns, nie wurden wir nach unseren Papieren gefragt.

Baja Route GesammtÜberblick der gefahrenen Route.

Baja NordHier noch einige Detailkarten: Nord, Mitte und Süd. Baja Mid

Baja SüdHier sind die GPS Tracks von der gefahrenden Route zu sehen, mit den jeweiligen Übernachtungsplätzen als Wegpunkte mit Datum. Festgefahren

Hier ist eine Fahrt auf einem sehr weichen Strand zu sehen. Die Garmin Aufzeichnung ist so exakt, das man hier eindrucksvoll meine Versuche erkennen kann, nicht im Sand stecken zu bleiben….

Artikel verfasst von: Einar